Der Schlagersänger und Songschreiber Wolfgang Petry wurde am 22.09.1951 als Franz Hubert Wolfgang Remling in Köln-Raderthal geboren. Nach dem Tod seines Vaters kümmerte sich der damals 16-jährige um seinen jüngeren Bruder. Seine ersten musikalischen Schritte ging Petry während seiner Schulzeit mit der Band Screamers. Nach seinem Abschluss machte er eine Ausbildung als Feinmechaniker. Noch während der Lehre tourte er mit seiner Band in Köln, die später mit den Top Singers auftrat.
Entdeckt wurde der Sänger 1975 von Tony Hendrik und Karin Hartmann bei einem Auftritt in der Disco Whisky Bill in Forsbach. Zusammen mit dem jungen Sänger produzierten sie das Debütalbum "Ein Freund – ein Mann", das 1976 zusammen mit der Singleauskopplung "Jeder Freund ist auch ein Mann / Wer kennt Julie?" auf den Markt kam. Auch die Debütsingle "Sommer in der Stadt" wurde mit dieser LP veröffentlicht und landete auf Platz 16. Damit hatte Petry seinen ersten Hit gelandet. Im selben Jahr präsentierte er das Lied im Rahmen der ZDF-Hitparade. Die Zuschauer waren derart begeistert, dass sie den Sänger direkt hinter Jürgen Drews mit "Ein Bett im Kornfeld" auf Platz zwei platzierten. Nach seiner zweiten LP "Zweisaitig" und der Single "Ruby" ging Petry auf Tour, woraufhin die Singles "Wenn ich geh‘" und "Jessica" entstanden. Aus dieser Phase seiner Karriere stammt auch sein bekannter Titel "Wahnsinn" aus dem Jahr 1983. Anfänglich wurde Petry im Fernsehen von Playbackmusikern unterstützt. Später trat er mit der Petry-Band auf, die aus dem Bassisten Axel Kowollik, dem Gitarristen Rolf Pröpper, dem Schlagzeuger Richard Schuster und dem Keyboarder Rainer Jäger besteht. Mit Bernd Kühl als zweiten Gitarristen ging die Band auf Tour. Da die Besetzung eher Rock’n’Roll spielte, bekam auch Petry einen neuen Stil und kombinierte folglich Schlager mit Rock.
Ende der 80er Jahre wurde es still um den Künstler. 1991 feierte er mit dem Hit "Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n" sein Comeback. Jürgen Drews hatte den Titel im Vorfeld abgelehnt. Petry katapultierte sich damit in die Radio-Playlists und die Charts. Mit "Denn eines Tags vielleicht" gewann er 1994 die Deutschen Schlager-Festspiele. Sein Best-of-Album "Alles" aus dem Jahr 1996 verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Auch mit der Single "Weiber" erreichte Petry 1997 die Charts. Im selben Jahr kam das Album "Nie genug", gefolgt von "Einfach geil" 1998 auf den Markt. 1996 und 1998 wurde der Sänger Jahressieger der Deutschen Schlagerparade und 1997, 1998 und 1999 der ZDF-Hitparade. Zehnmal wurde im die Goldene Stimmgabel verliehen und einmal die Platinvariante. 1997 wurde er zusätzlich mit einem Echo geehrt. 2002 wurden seine Freundschaftsbänder versteigert. Das Geld kam den Opfern des Hochwassers zugute, das sich im selben Jahr ereignete. Bei der ultimativen Chartshow auf RTL schaffte es Petry 2004 auf den ersten Platz. Zum 30-jährigen Bühnenjubiläum wurde Petry mit einer weiteren Platin-Stimmgabel beglückwünscht. Im gleichen Jahr gab der Sänger das Ende seiner Karriere bekannt. Mit dem Album "Einmal noch!" interpretierte er 2014 einige seiner Lieder neu. Erstmals singt er in diesem Jahr wieder in der Öffentlichkeit – im Musikvideo zur Single "Rettungsboot" seines Sohnes Achim Petry. 2015 überraschte er seine Fans mit dem Comebackalbum "Brandneu", gefolgt von "40 Jahre – 40 Hits" im Jahr 2016. Ein Jahr später veröffentlichte er englische Rock-, Blues- und Countrysongs auf seinem Album "Happy Man" unter dem Namen Peter Wolf mit Band. Eigenen Angaben zufolge hat Wolfgang Petry bis 2018 18 Millionen Tonträger verkauft.