Der Sänger, Liedermacher und Kunstpfeifer Roger Whittaker wurde am 22.03.1936 in Nairobi geboren. Heute ist der Künstler nicht nur in seiner Heimat Großbritannien erfolgreich, sondern auch in den USA, Kanada, Südafrika und Deutschland. Bevor es soweit war, begann Whittaker mit 20 Medizin in Kapstadt zu studieren. Währenddessen wuchs in ihm der Wunsch Lehrer zu werden. Sein Studium in Südafrika brach er deshalb ab und ging an die Bangor University in Wales. Dort studierte er Zoologie, Biochemie sowie Meeresbiologie und schloss die Universität mit dem Titel Bachelor of Science ab. Die Musik hat ihn aber schon während dieser Zeit begleitet.
Als Amateurmusiker trat er bereits 1958 im Equator Club in Nairobi auf. In Europa stand er erstmals 1962 in Portrush auf der Bühne. Noch im selben Jahr veröffentlichte er seine erste Single "Charge of the Light Brigade". Sein erster Hit wurde jedoch "Steelman". Fünf Jahre später landete er durch Pfeifen im Radio. Bei der Instrumentalnummer Mexican Whistler pfiff er die Melodie. Sein erster große Erfolg dagegen wurde 1969 "Durham Town". Auf seine Erfolge in England wurde man in den 70er Jahren auch im Ausland aufmerksam. Auch der deutschsprachige Raum kannte schließlich den Namen Roger Whittaker. Aus dieser Zeit stammen seine Hits "The Last Farewell", "River Lady" und "Indian Lady". Ersteres wurde die meisterverkaufte und meistgesungene Single seiner Karriere. In elf Ländern ging sie übe elf Millionen Mal über den Ladentisch. Auch andere Künstler wie Ray Conniff und Elvis Presley nahmen den Titel auf. Vor allem die Lieder, die von seinem Produzenten Nick Munro stammen, liefen Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre im deutschsprachigen Raum rauf und runter. Dabei war sein größter Erfolg "Albany" von 1981.
Die ZDF-Hitparade ist nur eine Sendung, in der er zu Gast war. Mehrmals war er auf Tour. Ein Auftritt in Berlin wurde zu einem seiner letzten großen Konzerte und wurde als DVD mit dem Titel "Roger Whittaker – Live in Berlin" veröffentlicht. In seiner Laufbahn sammelte er über 250 Platin-, Gold- und Silberauszeichnungen. Zusammen mit dem britischen Team gewann er 1967 das Songfestival von Knokke und wurde mit dem Pressepreis ausgezeichnet. Obendrauf gab es 1969 drei Goldmedaillen beim Liederfestival Rio de Janeiro. Ferner erhielt er den Gold Badge of Merit der British Academy of Songwriters and Composers. Deutschland ehrte ihn 1986 mit der Goldenen Stimmgabel. Für sein Lebenswerk wurde er 2006 in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen mit der Platin-Stimmgabel und 2011 mit der Krone der Volksmusik ausgezeichnet.