Der Schlagersänger sowie Fernseh- und Radiomoderator Bernhard Brink wurde am 17.05.1952 als Sohn eines Architekten in Nordhorn geboren und lebt heute mit seiner Ehefrau Ute Brink in Berlin. Sein Jurastudium, dass er 1970 begann, ließ er zugunsten der Musik wieder fallen. Nach 16 Semestern wurde er exmatrikuliert, weil er keine einzige Prüfung abgelegt hatte. Stattdessen unterschrieb er bei Hansa Records seinen ersten Vertrag.
Von 1974 bis 1981 landete Brink mit zwölf Singles in den deutschen Charts. Obwohl er nur auf den hinteren Plätzen vertreten war, war er beliebt und hatte eine eigene Fangemeinde. Bis heute ist das Lied "Liebe auf Zeit" sein größter Erfolg. Dabei handelt es sich um die gesungene Variante von "Le rêve" von Ricky King. Meistens adaptierte Brink englische Pop-Titel. Seine Plattenfirma setzte oft auf Hits von Nicky Chinn und Mike Chapman. Gute Beispiele dafür sind "Frei und abgebrannt" und "Ich wär‘ so gern wie du" aus dem Jahr 1979. In den 80er sank das Interesse am deutschen Schlager. Brink wechselte daraufhin mehrfach zu kleinen Plattenfirmen. Zu dieser Zeit blieb er durchgängig am Markt, obwohl seine Popularität sank. Als Interpret, der sich am häufigsten am Eurovision Song Contest beteiligte, scheiterte er zwischen 1979 und 2002 sechsmal im Vorentscheid. 1988 und 2002 versuchte er sein Glück mit Gilda und Ireen Sheer im Duett. Zwischen 1989 und 1991 war er daneben als Komponist und Produzent für Matthias Reim tätig. Sein Herz hörte aber nie auf für den Schlager zu schlagen. In den 90ern arbeitete Brink als Radio- und Fernsehmoderator im Bereich des Schlagers. Zu hören und zu sehen war er für den Berliner Radiosender Hundert,6 und Fernsehsendungen wie "Das Deutsche Schlager-Magazin" oder "Schlager des Jahres". Seine Bekanntheit stieg dadurch wieder, was schlussendlich auch beim Verkauf seiner Werke half.
1991 belegte der Sänger beim Ersten Deutschen Songfestival mit dem Lied "Geh (eh ich den Kopf total verlier‘)" Platz zwei. 2007 löste Brink Ekki Göpelt als langjährigen Moderator des "Sonntagsvergnügens" beim Hörfunksender Antenne Brandenburg ab. 2009 hatte er einen Cameo-Auftritt im Film "Isch kandidiere!". Dort durfte er als C-Pomi über sich selbst lachen. Zusammen mit Sarah Latton nahm er 2014 an der siebten Staffel der RTL-Show "Let’s Dance" teil. Daneben ist Brink offiziell ernannter Botschafter für die José Carreras Leukämie-Stiftung. 2016 stieg er bei "Die Schlager des Sommers" und "Die Schlager des Jahres" aus. Seine Nachfolge vertraute er Florian Silbereisen an. Im selben Jahr war Brink Teil der großen "ProSieben Völkerball Meisterschaft". Seit 2018 ist Brink monatlich im MDR zu sehen. Dort präsentiert er die "Schlager des Monats".